| Amiga 2000 - Lüfterwechsel |
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Mein Amiga 2000 machte eines Tages merkwürdige Geräusche. Wie sich sehr schnell herausstellte war der Grund der Lüfter im Netzgerät. Der Lüfter lief einfach nicht mehr rund, was mich nun dazu veranlasste, einen Austausch vorzunehmen. Update: Sicherheitshinweis Auch wenn das Netzgerät nicht mehr an einer Spannungsquelle angeschlossen ist, können Restspannungen in den Bauteilen vorhanden seien. Es ist darauf zu achten, das beim Arbeiten mit dem Netzteil keine direkten Berührungen auf der Rückseite der Platine passieren. Normales Tesafilm ist kein Isolierband und völlig ungeeignet! Bei Verwendung von Isolierband sollte auch auf etwas Quallität geachtet werden.
Bild: Commodore Amiga 2000 B-Modell Rev. 6.2 Damit der Lüfter ausgetauscht werden kann, muss der Amiga 2000 geöffnet werden, damit wir an das Netzteil des Rechners kommen. Den Rechner ggf. ausschalten und alle angeschlossenen Kabel entfernen.
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben Als erstes werden die fünf grün markieren Schrauben mit einem Kreuzschlitzschraubendreher raus geschraubt.
Bild: Gehäusedeckel nach vorne ziehen Dann kann der Gehäusedeckel nach vorne gezogen werden und man hat Einblick in seinen Amiga 2000 Rechner.
Bild: Amiga 2000 ohne Gehäusedeckel Falls weitere Steckkarten im Rechner verbaut sind, sollten diese komplett ausgebaut werden. Dies ist zum Schutz vor einem möglichen Defekt beim Ersttest.
Bild: Stromversorgung der Hauptplatine des Amiga 2000 B-Modell Durch eine Seitenklammer ist der Stromstecker auf der Hauptplatine fest angeschlossen. Mit vorsichtigem und leichtem Hebeln lässt sich der Stecker lösen.
Bild: Diskettenlaufwerk im Amiga 2000 Auch die Stromversorgungskabel zum Diskettenlaufwerk und andere Stromabnehmer (z.B. Festplatte / CD-ROM Laufwerk), die über das Netzteil direkt versorgt werden, müssen entfernt werden.
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben Als erstes werden zwei Schrauben, die das Netzteil am Gerätehalter befestigen entfernt.
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben Nun wird das Netzteil nur noch durch zwei Schrauben an der Rückwand gehalten. Nachdem beide Schrauben raus geschraubt wurden, kann das Netzteil aus dem Gehäuse des Amiga 2000 raus gehoben werden.
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben Mit dem Kreuzschlitzschraubendreher rücken wir nun den nächsten 6 Schrauben zur Leibe. Jeweils drei Schrauben auf der linken und rechen Seite des Netzteiles schrauben wir raus und der Deckel kann entfernt werden.
Bild: Amiga 2000 Netzteil aufgeschraubt Der Blick ins Innere zeigt einiges an Elektronik, Trafo, Kabel und den Lüfter. Der Lüfter ist an der Gehäuserückwand vernietet und die Stromversorgung ist fest verdrahtet. Damit kein Span (Metallreste) vom Ausbohren der Nieten versehentlich auf die Platine/Elektronik fällt und Kurzschlüsse verursacht, sollte die Platine vor den Bohrarbeiten ausgebaut werden.
Bild: Markierungspunkte der zu entfernenden Schrauben Es kommt wieder der Kreuzschlitzschraubendreher zum Einsatz, um drei Schrauben zu entfernen.
Bild: Metallklammer im Netzteil Im unteren linken Bereich hält die Befestigungsschraube zwischen Bodenblech, Haltebolzen und Platine zusätzlich eine Metallklammer. Es ist darauf zu achten, dass diese wieder beim Zusammenbau an die gleiche Stelle montiert wird.
Bild: Gehäuseboden und Netzteilplatinenrückseite Für die weiteren Arbeiten reicht es die Platine aufrecht zu stellen. So kann nach den Arbeiten alles bequem ausgepustet werden.
Bild: Akku-Bohrer zum Lüfterwechsel Nun geht es ans Eingemachte. Um den Lüfter ausbauen zu können, müssen vier Nieten entfernt werden.
Bild: Vorsichtiges Abschälen der Nietenköpfe Mit einen recht großen Metallbohrer (z.B. 7,5mm) werden sehr vorsichtig und mit leichtem Druck die vier Nietköpfe abgeschält und entfernt.
Bild: Nietkopfrest nach einem Abschälvorgang
Bild: Lüfter und Lüftergitter nach Abschälen des Nietkopfes
Bild: Alle vier Nietköpfe sind entfernt Nun kann das Lüftergitter abgezogen werden.
Bild: Lüftergitter entfernt Wenn sich der Lüfter nicht leicht von der Rückwand des Gehäuses lösen lässt, dann muss der Bohrer nochmal zum Einsatz kommen, um die letzten überstehenden Nietreste zu entfernen..
Bild: Die letzte Reste von den Nieten werden entfernt.
Bild: Lüfter von der Rückwand gelöst
Bild: Der alte Lüfter ist ausgebaut. Nachdem die letzten überstehenden Nietreste entfernt wurden, kann der Lüfter leicht von der Rückwand des Gehäuses gelöst werden.
Bild: Gehäuselüfter 80mm, 12V DC mit 4 Gummiunterlegscheiben So ein Lüfter ist unter 10 Euro zu bekommen. Die Gummiunterlegscheiben dienen der Geräuschdämpfung und müssen ggf. extra besorgt werden. Damit die Unterlegscheiben beim Einschrauben nicht runter fallen, sollte etwas normaler Klebstoff zum fixieren benutzt werden. Diese Unterlegscheiben ist eine Optionsmöglichkeit und müssen nicht montiert werden.
Bild: Neuer Lüfter an der Innenrückseite des Gehäuses befestigt.
Bild: Neuer Lüfter mit Lüftergitter an der Rückseite des Gehäuses befestigt. Mit vier normalen Lüfterschrauben wird der Lüfter und das Lüftergitter ans Gehäuse geschraubt. Beim Kauf des Lüfters sollte man darauf achten, dass Befestigungsschrauben dabei sind, ansonsten müssen diese gesondert besorgt werden. Leider gehört Befestigungsmaterial nicht unbedingt bei jedem Lüfter zum Lieferumfang.
Bild: Stromversorgungsdrähte abisoliert und verdrillt. Die einzelnen Drahtenden müssen abisoliert werden und die Enden entsprechend den Farben rot zu rot und schwarz zu schwarz miteinander verdrillt werden. Bild: Drähte verlötet und eingekürzt Nun kommt der Lötkolben zum Einsatz. Die Drahtenden werden für einen dauerhaften Kontakt miteinander verlötet und etwas eingekürzt.
Bild: Die blanken Enden wurden verschrumpft. Die blanken Drahtenden werden nun mit Schrumpfschlauch (alternativ Isolierband) isoliert, damit es zu keinen Kurzschlüssen kommt.
Bild: Die isolierten Drahtenden nochmal zusammengefasst. Damit die Drahtenden nicht durch die Gegend fliegen, werden diese einfach nochmal mit Schrumpfschlauch oder Isolierband zusammengefasst. Alternativ könnte auch z.B. ein kleiner Kabelbinder zum Einsatz kommen.
Bild: Die Netzteilplatine wieder ins Gehäuse eingebaut.
Bild: neuer eingebauter Lüfter im Amiga 2000
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| Aktualisiert ( Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 21:43 Uhr ) | |














Kommentare
Du hast recht, es sollte schon anständiges Isolierband sein. Das Problem bei den billig Isolierbändern ist der Kleber. Ich selbst benutze lieber Schrumpfschlauch und so ein kleiner Kasten mit verschiedenen Größen und Farben ist auch nicht so teuer. Ich würde auch niemandem Empfehlen in einem Lebensmittelmarkt (egal ob billig oder teuer) Elektronik-/Elektromaterial zu kaufen, da ist ein Baumarkt oder Reichelt / Conrad mit Sicherheit die bessere Wahl. Wie immer sollte man nicht am falschen Ende sparen.
Wie lange die Elkos wirklich die Spannung halten kann ich Dir nicht sagen, aber es dürfte in diesen Fall nicht so Kritisch sein wie bei einem Monitor. Dennoch sollte niemand mit den Fingern über die Platine gehen. Das sollte man generell nicht machen ;) ... Die Kippgefahr war bei meiner Platine nicht so groß, da die Kabel von der Seite und von der Rückseite noch dran wahren und das ganze auch von alleine gut stand.
Dein Hinweis ist mit Sicherheit berechtigt und ich werde am Anfang des Textes noch einen Zusatzhinweis einbauen.