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Donkey Kong - das GamePlay PDF Drucken E-Mail
Telespiele
  

Donkey Kong - der Arcade Classiker diesmal kein Bericht in Bildern, sondern das GamePlay auf verschiedenen Konsolen und Computern als kurze Filmchen.

Da man sich das Gameplay oft nur auf Bildern sieht, einen Bericht dazu hatten wir ja schon, kann man sich oft gar nicht vorstellen, wie das Spiel dann wirklich umgesetzt wurde und abläuft.

Klar, bei Donkey Kong, ist es natürlich immer das gleiche Spielprinzip, aber die Umsetzung unterscheidet sich auf den verschiedenen Plattformen doch erheblich.

Wer hätte gedacht, daß die VC-20 Version so verdammt schnell ist, sich aber die C=64 Version spielt, als wäre eine Handbremse gezogen?

Wie schon erwähnt, ist das Spielprinzip ja immer gleich, die Versionen unterscheiden sich grafisch, je nach Möglichkeiten der Hardwareplattform und in der Anzahl der Level. Ein weiterer Unterschied ist, ob es ein Intro gibt und die "Höhenangaben" eingeblendet werden.

Als Intro definiere ich den kleinen Vorspann, bei dem der Affe die Leiter hochklettert und die Eisenträger durch springen verbiegt. Die Höhenangaben sind klar, es gibt in der ursprünglichen Arcade Version pro Level 4 Bilder, 25m, 50m, 75m und 100m.

Zum Vergleich habe ich folgende Plattformen:

Nintendo Game&Watch
Atari 2600
Atari 7800
Atari 800XL
Commodore VC-20
Commodore C=64 Atari und Ocean Version
Nintendo NES
Game Boy Classic
Game Boy Advance
Schneider CPC 6128, ebenfalls die Ocean Version
Amiga A600

Colecovision
Intellivision

Für die Aufnahmen habe ich die Konsolen, ausser das Game&Watch und den CPC über die TV-Karte meines PC-Towers laufen lassen und aufgezeichnet. Leider ist aus mir unbekannten Gründen nach dem Formatwandeln kein Ton mehr dabei, da muss ich irgendwann nochmal dran, in der Originaldatei ist der Ton mitdabei, die Files sind aber abartig gross, die musste ich eindampfen....
Zum Teil von 1,8GB auf knapp 30MB. Das Konvertiertool meldete aber schon am Anfang Konflikte, ich denke, daß da das Problem liegt...

Die Game Boy Versionen Classic und Advance habe ich über den Game Cube laufen lassen. Das ging zwar ganz gut, aber die Kontroller reagieren nicht wie gewohnt direkt, sondern etwas verzögert, was bei so einem Actiongeladenen Spiel wie Donkey Kong natürlich fatale Folgen haben kann...


Man drückt den Feuerknopf, aber der Kerl spring nicht (gleich), sondern etwas später, also zu spät, denn das Fass hat ihn schon erwischt.
Oder man will eine Leiter hoch, aber Mario rennt erst noch ein paar Schritte weiter und kommt kurz neben der Leiter zum stehen.
Ist Übungssache, klar, aber so toll ist es dann doch nicht, lieber direkt auf dem Game Boy zocken, da ist die Steuerung direkter und damit leichter spielbar.


Für das Aufnehmen war das aber die bessere Wahl, denn einen Handheld in Aktion zu filmen ist `ne wackelige Angelegenheit...

Die Atari 2600 und 7800er Versionen habe ich beide über das 7800er abgespielt. Leider habe ich den Sender nicht so sauber hinbekommen, so daß das Bild etwas unscharf ist...


Wie es immer so ist, man hat 1000 Kabel, aber wenn man eins braucht, findet man nur ein altes, zusammengeflicktes :-(
Das TV-Kabel habe ich direkt wieder aus der Tonne gefischt und einen Coax-Stecker drangemacht, einfach weil ich grade kein anderes griffbereit hatte und ich die Sache jetzt auf einen Rutsch durchziehen wollte...

Das Game&Watch und den CPC habe ich mit meiner Digitalknipse abgefilmt - ich hätte alle Filmchen so machen sollen, das hätte mehr Retrotouch (und Ton) gehabt...

So nun gehts aber los...

Nintendo Game&Watch:

 


Ein Level, Hintergrund fest auf dem Display, beweglich sind lediglich die Fässer und Mario.

1982 war das ganz sicher ein cooles Teil, heute eher was für Sammler oder Hardcore DK-Zocker

 

Atari 2600:

 

 

2 Bilder pro Level, in jeder Runde etwas schwieriger, mässige Grafik, kaum vorstellbar, daß ich das Ding damals für 139.-DM gekauft und stundenlang gezockt hab...

 

Atari 7800:

 

 

Wie bei den meisten Versionen erst ab Level 3 alle 4 Bilder pro Level, schöne Grafik, macht Spass

 

Atari 800XL:

 

 

Auch hier ab Level 3 alle 4 Bilder, im ersten Bild des Levels steht der Affe rechts, ist gewöhnungsbedürftig. Das Spiel ist etwas schwieriger, da die Fässer auch nicht immer gleich fallen, so daß man hier nicht "vorhersehen" kann, wie man laufen muss.

 

Commodore VC-20:

 

 

Auch hier erst ab Level 3 alle 4 Bilder pro Level, für die Hardwarevoraussetzungen ein wirklich gelungenes Game, wahnsinnig schnell zu spielen, dadurch schwierig.

Commodore C=64 Atari Version:

 

 

Ebenfalls erst ab Level 3 alle 4 Bilder pro Level, gute Grafik, spielt sich aber nicht ganz so toll, weil es elend langsam läuft.

 

Commodore C=64 Ocean Version:

 

 

Daß es auf dem 64er auch anders geht, zeigt die Ocean Version. Alle 4 Bilder pro Level von Anfang an, Intro und Höhenangabe sind dabei - sehr gelungene Umsetzung

 

Schneider CPC 6128 Ocean Version:

 

 

Praktisch 1:1 wie für die 64er Version von Ocean - einfach Top

 

Game Boy Classic:

 

 

Kaum zu glauben, was man da aus dem kleinen Handheld rausgeholt hat...

Alle 4 Bilder im ersten Level, Intro und Höhenangabe mitdabei und es geht danach sogar noch weiter. Ich habe mich hier allerdings auf den ersten Level beschränkt. In der GB-Version gibt es dann noch weitere Levels, die aber in keiner der anderen Umsetzungen je vorkamen.

 

Game Boy Advance:

 

 

Die Version nennt sich NES-Classics und ist die Portierung der NES-Version auf den Handheld. Immer 3 Bilder pro Level, wird immer schwieriger.

 

und das NES:

 

 

3 Bilder pro Level, tolle Grafik - macht Spass

 

Beim nächsten Spieletest kommt der Amiga dran. Es gab keine offizielle Donkey Kong Version für den Amiga, es handelt sich hierbei um ein Fanprojekt, bei dem die Atari-C64 Version als Grundlage dient.

Ein Intro ist dabei, aber es fehlen die Höhenangaben, dafür sind aber schon bei Level 1 alle 4 Bilder dabei.

Es gibt sogar eine 5 Bild, welches aber nur "freigeschaltet" wird, wenn man die ganzen Gegenstände in den einzelnen Bildern einsammelt, was ich aber nicht gemacht habe...

 

 

Das Spiel läuft auf dem Amiga deutlich flüssiger als auf dem C64, was sicherlich an der schnelleren CPU liegt.

Um das Spiel überhaupt starten zu können, musste ich die Festplatte am A600 vom Board abziehen, mit angeschlossener HDD ging es gar nicht.

Vermutlich liegt das an dem geringen Speicher, da mein A600 ja nur über den original Speicher verfügt und nicht erweitert ist. Wie man sieht, um ein gutes Spiel zocken zu können, ist das auch gar nicht nötig ;)

Somit ist der A600 wie der Atari 800XL zur Donkey Kong Konsole degradiert worden, was anderes mache ich mit der Kiste eh nicht....

 

 

Dafür, daß das Colecovision in der Lage war, die Automatenversion fast 1:1 abzubilden, hat man sich dabei recht wenig Mühe gemacht...

Es gibt kein Intro und auch keine Zwischensequenzen. Das Spiel hat 3 Bilder, die in gemischter folge kommen. Das 50m Bild fehlt komplett, was man beinahe noch verschmerzen könnte, der Affe steht rechts, was zwar erstmal wieder ungewohnt ist, aber man auch noch durchgehen lassen kann. Beim 100m Bild sind nur 3 Etagen anstatt 4 und der Knüller ist beim 75m Bild - keine Sprungfedern, sondern Flammen...

Ich habe Extra mal ein ganzes Spiel aufgezeichnet, um das zu zeigen...

Atari hat ja den Quellcode nicht preisgegeben und so musste jeder Spieleprogrammierer wieder bei Adam und Eva anfangen, man hätte die Typen aber wirklich erstmal `ne Runde am Original zocken lassen sollen, anstatt Fotos hinzuknallen und sagen "mach mal"....

Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie Leute behaupten können, das wäre die genialste Umsetzung des Spiels auf einer Spielekonsole...

Der Sound ist auch ziemlich nervig und da bin ich diesmal fast froh, daß mein Schnittprogramm den mal wieder unterschlagen hat - ich hab den sogar wärend des spielens so leise gedreht, daß ich ihn nicht mehr hören musste.....

Die Steuerung ist ziemlich ungenau und hakt auch immer mal wieder, man beachte auch beim 100m Bild den Hammer und wann die Flamme kaputtgeschlagen wird - da kriegt man fast `nen Herzkasper, weil man denkt es hat einen erwischt - Flamme ist schon im Mario angekommen...

Beim 75m Bild, springt Mario nicht, obwohl die Taste gedrückt war und es war auch egal, ob original Kontroller, oder ein anderer.

Viel Freude kommt da leider nicht auf.....

Besser als eine Plazierung im Mittelfeld gibts bei der Wertung für diese Leistung nicht - hätte man mit ein wenig Liebe zum Detail und bei den Hardwarevoraussetzungen locker besser machen können - setzen 5!

 

Das Video zum Gameplay auf der Intellivision:

Ich hatte mich dazu entschlossen, diesmal wieder per Kamera aufzunehmen, weil erstens dabei das Retrofeeling besser rüberkommt, zweitens der Phillips TV-Tuner nicht so gut mit der TV-Karte vom Pc zusammenarbeitet (warum auch immer) und ich zu guter letzt gehofft hatte, daß da wenigstens der Ton mit dabei ist - was aber dank meines Schnittprogramms mal wieder nicht der Fall ist - komischerweise hats aber bei den letzten mit der Kamera aufgenommenen Filmen noch funktioniert...

Verpasst hat man aber nichts....

 

 

Den ausführlichen Bericht zu dem Spiel und was ich davon halte, findet ihr hier.

 

 

 

 

Kommentare

avatar hessi
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Super! Was für eine Arbeit, Quarki!
Bring die Filme auf einer HDD zur HC IIX mit, ich lade die mit iMovie auf meinem Mac hoch, das ist keine Arbeit.
B
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avatar bitman
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Ein super Bericht, mach Spaß ihn zu lesen. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Mit den Original-Filmen mit Ton wirds bestimmt nochmal so interessant.
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avatar Pokey
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Absolut genialer Bericht über die verschienenen Donkey Kong Umsetztungen auf Konsolen. Hattest du damals als Jugentlicher / Kind die Gelegenheit mit der Arkarde zu spielen? Oder woher rührt die liebe zu Donkey Kong?
Liebe Grüße
Pokey
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avatar quarkbeutel
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hab das früher immer am automaten gezockt, später am 2600er ***lol***, naja, zumindest bis ich einen 64er zuhause hatte und diese version spielen konnte....

trotz der absolut miesen umsetzung, schiebe ich das 2600er modul ab und zu rein, wobei die 7800er deutlich besser ist :-)
B
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Aktualisiert ( Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 21:58 Uhr )
 

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