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Wenn nicht, dann
Das G7000 von Philips erschien in Europa im Jahr 1979 als direkter Konkurrent zum bereits sehr erfolgreichen Atari VCS 2600. Aus damaliger Sicht war das Atari das System mit der besseren Grafik, aber aus heutiger Sicht sind die Unterschiede mehr als nur marginal. War das G7000 seinerzeit also mehr Design als Sein?
Klar, das G7000 ist mal ein richtiges Brett von Telespiel: Das Design wirkt auch heute noch frisch und modern, was aber daran liegt, dass es ein wenig überzeichnet ist und wie aus einen SciFi-Film daherkommt.
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(Philips G7000)
Die ersten Generationen hatten das Netzteil integriert, später wurde es durch ein kleines Steckernetzteil ersetzt. Mein eigenes war eines der ersten Generation. Das Gerät kostete 1980 IIRC um die 350,- DM. Ich bekam es zu Weihnachten 1980. Es war natürlich ein Wunschgeschenk.
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(Werbefigur: "Commander ROM")
Ein Atari, wie es mein Cousin hatte, kam auf keinen Fall in Frage. Ich musste unbedingt in Opposition gehen und benötigte als SciFi-Fan unbedingt etwas, das wenigstens wie State of the Art aussah.
Das VCS 2600 war genau das Gegenteil von dem, was ich haben wollte. Das Design war ur-amerikanisch: Eine "Holzblende" aus Plastik, schwarzes Plastikgehäuse und silberne Kippschalter wie aus dem Armaturenbrett eines 70er-Jahre Strassenkreuzers, entsprachen kaum dem Geschmack der anbrechenden 80er Jahre. Und meinem Geschmack erst recht nicht.
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(Spacig: G7000, langweilig: VCS)
Das Bild des VCS war unscharf und die Farben völlig unbrilliant. Der Ton war matschig und undifferenziert. Dagegen das G7000: knackescharfe Darstellung, kräftige, brilliante Farben und ein druckvoller Sound.
O.k. das Atari verfügte durch seinen schlechtere Bild- und Tonqulität im Prinzip über eine Art analoges Antialiasing - was nicht zu verachten war und auch diese gewisse 70er-jahre Gemütlichkeit mit sich brachte. Aber meine Mutter hatte sich erst einen brandneuen Highend-Fernseher von Loewe gegönnt, dazu passte eben das G7000 perfekt. Holzdekor geht da gar nicht. 
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(Links: Atari-VCS-Kassette, rechts: Videopac mit typischen Henkel)
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(Links: Kassette aus alter Papphülle, rechts: typischer Videopac aus Klappbox)
Die Spiele des G7000, Videopacs genannt (in Frankreich: JoPacs), waren durch die Bank etwas günstiger als die für das Atari. Das war ebenfalls ein Argument, das man den Eltern gegenüber bringen konnte: "Seht her, der Junge ist kostenbewusst!" Neue Spiele kosteten 89,.- DM - etwas ältere konnte man als Schnapp in den neu aufkommenden Elektronikmärkten auf der grünen Wiese für 50,- bis 70,- Mark erwerben.
Fast alle Spiele boten die Anzeige des Higscoreinhabers im Spiel an, dessen Namen man komfortabel mit der Tastatur eingeben konnte. Während man am Atari noch mühsam einzelne Buchstaben mit dem JJoystick "anklickte", spielte man auf dem G7000 bereits die nächste Runde. War noch kein Highscore vergeben, oder hatte noch niemand seinen Namen eingetippt, so erschienen sechs Fragezeichen neben dem Highscore. Gut zu sehen am unten stehenden Screenshot. Der Highscore ging allerdings verloren, wenn man die Konsole abschaltete.
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(Pac-Man-Klon: "Supermampfer")
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(Im Angebot: "Freedom Fighters")
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(Geschützt: Platinenkontakte mit gefederten Schutz)
Die frühen Videopacs wurden in einer schmucklos schwarzen Papphülle verkauft, auf dem die Nummer des Spiels in großer roter Schrift gedruckt war. Philips nummerierte alle seine Spiel durch, Fremdanbieter wie Imagic boten ihre Titel in Pappschachteln an. Die späteren Kassetten von Philips wurden in einer robusten Klappbox mit großem Klarsichtdeckel ausgeliefert, die man sogar wie einen Bilderrahmen an die Wand hängen konnte. Wie bei den späteren CDs war das Cover gleichzeitig das Booklet bzw. die Anleitung und steckte hinter der Klarsichtklappe der Hülle.
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(Videopac 1: Autorennen, Wirbelwind, Geheimschrift)
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(Offen: Videopachülle)
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(Praktisch: Anleitung mit Cover)
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(Albern: Spiele waren meist selbsterklärend)
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(Papphülle)
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(Billig: Alles Pappe, oder was?)
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(Schmucklos: Anleitung)
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(Bunter: Bild auf der Rück(!)seite)
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(Videopac Plus: Auch die untere Schale war nun durchsichtig)
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(Fast wie gehabt: Innenleben)
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(Gewährt Einblicke: durchsichtige Rückseite)
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(Aufhänger: Ideal um sich eine Dekowand aus den Kassetten zu bauen)
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(Robuster Karton: Drittanbieter Parker)
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(Fliegt lose herum: Modul mit Henkel)
Allen Kassetten war gleich, dass sie über einen Henkel verfügten, an dem man sie aus den schwergängigen Schacht ziehen konnte. Interessanter Weise wurde die Konsole dazu nicht ausgeschaltet. Nur die in Frankreich und den USA angebotetenen Versionen erhielten einen roten Einschaltknopf, der aber meistens im Laufe der Jahre seine Funktion eingebüsst hat.
In Amerika wurde das Philips G7000 als Magnavox Odyssey 2 vertreiben. Magnavox, ein Hersteller aus den USA, war seit 1974 eine Tochter des niederländischen Philips-Konzerns. Magnavox entwickelte die ersten Telespiele für den Heimbereich. Tatsache ist, dass Ataris "Pong" nur eine dreiste Kopie eines Magnavox Spieles war: Der deutschstämmige Ralph Baer entwickelte bei Magnavox die "Brown Box", nach "Spacewar" das erste Videospiel überhaupt. Die kommerziellen Produkte, die aus dieser Entwicklung hervorgingen, nannten sich "Odyssey", "Odyssey 200" sowie Odyssey 2001". Sie waren allesamt Konsolen der ersten Generation, boten, wenn überhaupt, nur drei, vier Spiele und kamen mit schwarz/weisser Grafik daher.
Das G7000 hingegen zählte zu den Konsolen der zweiten Generation, deren Farbspiele auf auswechselbaren Modulen daherkamen und weitaus komplexeres Gameplay als die schlichten Pong-Varianten boten. Weitere Bezeichnungen des G7000 waren "Schneider 7000", "Philips C52", "Philips Odyssey" oder "Radiola Jet25".
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(Odyssey2 mit Schalter)
Die Top-Titel waren natürlich unverholen an den bekannten Blockbustern orientiert: Noch heute wird man bei den Online-Auktionshäusern mit "Weltraum-Monster" und "Super Mampfer" zugeschüttet. Auch "Revolverhelden" und natürlich Videopak Nr.1: "Autorennen" hatte wohl jeder Besitzer solch einer Konsole.
Aber da das G7000 eine (Folien-) Tastatur und gute Erweiterungsmöglichkeiten bot, kamen auch bald Spiele auf den Markt, die bis heute einzigartig sind: "Die Suche nach den Ringen" oder "Die Eroberung der Welt" waren die ersten interaktiven Brettspiele für die ganze Familie. Statt die nächsten Spielzüge auszuwürfeln, musste man sie am Bildschirm im Spiel erkämpfen.
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(Karton des Brettspiels "Die Suche nach den Ringen")
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(Spielbrett mit Anleitung)
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(Aufgebautes Spielbrett)
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(Auswahlmenue für die Kämpfer)
Auch eher ersthafte Anwendungen, wie das gesuchte Videopac "Computer Programmer", ein Modul mit dem man die Konsole in Assembler programmieren konnte, oder das nur in Deutschland erhältliche "Kinder im Verkehr", machten Gebrauch von der QWERTY-Tastatur mit 49 Tasten. Solche Spiele bot kein anderes System, das G7000 war dadurch fast so flexibel wie ein Homecomputer.
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(Assembler: Videopack Nr. 9: "Computer Programmer")
Die Hardwareerweiterungen BASIC (C7240) und Schach (C7200) waren im Prinzip eingenständige Rechner, die über eine Adapterkassette mit dem G7000 verbunden wurden und huckepack auf diesem sassen. Das Modul "The Voice" war ähnlich konstruiert und verlieh der Konsole sogar eine Sprachausgabe.
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(Screenshot "Die Suche nach den Ringen")
Schmerzhaft vermisste man aber die Möglichkeit einen Speichergerät an das Gerät anzuschliessen. Die damals gägngige Möglichkeit war der Anschluss eines Kassetenrecorders. Damals kannte jedes Kind diese Musik-Kassetten, die auch die ersten bezahlbaren Massenspeicher für die aufkommenden Homecomoputer darstellten. Heute sind sie lange ausgestorben.
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(Rückseite Blindanschlüsse)
Sogenannte Compact-Cassetten wurden Mitte der 1960er Jahre von Philips unter das Volk gebracht (später entwickelte Philps mit Sony noch die CompactDisc und die digitale Tonübertragung S/P-Dif) und traten in Konkurrenz zu den bis dahin üblichen Tonbandgeräten, boten aber durch die kompakten Abmessungen, die kleinen Abspielgeräte und einfache Handhabung genau die Eigenschaften, auf die die Musikliebhaber gewartet hatten. Übrigens startete damals die Musikindustrie genau die gleichen Kampagnen wie heute: "Homerecording kills Music".
Aber wieder zurück zum G7000: Ohne Massenspeicher war die sehr mühsame Eingabe von Assemblerprogrammen ziemlich sinnfrei. Erst die später erschienene (Microsoft-) BASIC-Erweiterung (C7420) brachte diese Möglichkeit mit. Dieses Modul war aber mehr als nur ein simples Viedopac: Es eine eigene CPU sowie RAM und ROM. Es wurde wie die o.a. Module ebenfalls huckepack auf das G7000 gesetzt..
Weiterhin vermisste man die Möglichkeit Joysticks von Fremdherstellern an die Konsole anschliessen zu können. Die ersten Geräte hatten Netz- und Antennenkabel sowie die Joysticks fest mit dem Gerät verbunden. Aber auch späte Versionen besassen nicht die üblichen 9-poligen Sub-D-Buchsen.
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(Fest verbunden: Joystickanschlüße)
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(Stick)
Die Joysticks des G7000 waren wahrhaft grausam: Ein eckiges Gehöuse, das die Finger nach längerem Spiel verkrampfen liess, sowie ein Feuerknopf ohne erkennbaren Druckpunkt, der zudem gerne abbrach und dann nur noch aus einem kleinen scharfkantigen Plastiknippel bestand, der tiefe, schmerzhafte Abdrücke im Daumen hinterliess.
Tatsächlich entsprachen die Grundgehäuse der Sticks denen der berühmten Oddyssey 2001 aus den frühen 70er-Jahren. Der analoge Drehregler wurde einfach durch einen Joystick ersetzt.
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(Odyseey 2001)
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(Odyssey-Stick)
Auf den ersten Blick denkt man, die Sticks wären mit ihren enormen Wegen in analoger Technik ausgeführt. Dem ist aber nicht so. So empfindlich wie der Feuerknopf war, so wenig kann man Joystick an sich kaputt bekommen. Der dicke Stahlstift betätigt über eine große Feder und einen Ring die Folienkontakte der Steuerung. Der Anschlag mit acht Einrastpunkten verhindert zuverlässig, dass man den Joystick, wie bei Atari-Sticks üblich - mechanisch überlasten kann.
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(Stick innen)
Gegen das erwähnte Atari VCS 2600 war das G7000 ein echter Numbercruncher: Die CPU war ein Intel 8048H. Die Angaben zur Takfrequenz gehen von 1,79 bis 5,91 MHz, je nachdem, welchen Takt man als massgeblich ansieht: den internen oder den externen Takt.
Der Speicher auf dem Chip betrug 64 Byte RAM und 1024 Byte ROM. Maximal konnte der Chip 4096 Byte adressieren. Byte, nicht KByte! 
Der 8048 war Intels erster Mircrocontroller, er bestand nicht nur aus dem Prozessor, sondern auch noch aus RAM, ROM und den E/A-Einheiten. Dieser Ein-Chip-Computer arbeitete zudem als Co-Prozessor im Sinclair QL und in den Motorsteuergeräten Digijet für Polo, Golf und den VW Bus. Bis heute wird er noch in vielen Haushaltsgeräten eingesetzt. Ein toller Erfolg!
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(Links das Mainboard, rechts das Netzteil, schräg davor: der Fernsehmodulator)
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(CPU)
Der CPU zur Seite stand ein leistungsfähiger Grafikprozessor, der 8245 mit 3,54 MHz. Diesen sollte man nicht mit dem späteren Intel 8245 verwechseln, einem OnBoard-Grafikchip für PCs.
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(GPU)
Die Grafikauflösung lag bei 256x192 Bildpunkten. Es konnten aber nur acht Farben gleichzeitig dargestellt werden.
Der 8045 kannte sogar bereits Sprites, so wie erst viel später der VIC-II im C64. Sprites sind Blöcke von zusammenhängenden Bildpunkten, die man mit einfachen Befehlen auf dem Bildschirm positionieren bzw. bewegen kann. Der Programmierer muss also eine Figur nicht Pixel für Pixel verschieben. Diese Sprites hatten eine Auflösung von 8x8 Pixeln und konnten in einer Farbe dargestellt werden. Maximal vier Stück auf einmal zauberte der Grafikchip auf den Schirm.
Ferner bot der 8245 einen Zeichengenerator mit 64 (Sonder-)Zeichen, von denen maximal 28 auf einmal dargestellt werden konnten.
Der 8245 war zudem noch für die Soundausgabe verantwortlich, bot aber, mit einem Kanal über acht Oktaven, einem einfachen Geräuschgenerator und die Steuerung durch ein Schieberegister mit 24 Bit, eher nur Hausmannskost. Die Lautstärke konnte in 16 Stufen reguliert werden. Trotzdem war der Klang präzise und dynamisch, erinnerte aber etwas an den Sound der Pong-Klone.
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(6810p: 128 Byte RAM)
Der Hauptspeicher wurde durch den Motorola MCM 6810p um 128 Bytes auf 192 Byte erweitert. Die Größe des ROMs war 1024 Byte on Chip, die 30-poligen Videopacs erweiterten diesen um 2, 4, oder 8kB. Videopac 59 und 60 hatten sogar 16kB ROM.
Diese Leistung schlug sich mehr in der Spielgeschwindigkeit, als in ausgefeilter Grafik nieder. Das Scrolling ist seidenweich und die Spiele - vor allem Nummer 39, "Freedom Fighters" wird später unspielbar schnell. Es wird so schnell, dass ältere große Röhrenfernseher Schlieren auf den Schirm ziehen - so wie seinerzeit auf meinem 85cm 4:3-Monster.
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(Freedom-Fighters)
Noch heute werden Spiele für das G7000 entwickelt und verkauft. Natürlich nicht mehr von Philips oder den anderen großen Spieleherstellern, sondern als sogenannte Homebrew-Software von Privatpersonen aus Spass an der Freud.
Jon Dondzilla vertreibt das bekannte 128-in-1-Videopac. Auf diesem Modul sind alle erschienenen Videopacs (auch die für den Nachfolger G7400) vorhanden. Da das ja deutlich weniger als 128 Spiele waren, offiziell sind nur um die 60 Titel von Philips und eine Hand voll von Drittherstellern erschienen - besteht der Rest aus den verschiedenen Landesversionen und den o.a. Homebrew-Programmen.
Einziger Wermuttropfen ist die eher umständliche Auswahl der Spiele über die DIP-Schalter. Sehr cool wäre eine Softwareumschaltung gewesen, die der Lesitungsfähigkeit des G7000 gerecht wird. Aber vermutlich hätte die dafür notwendige Hardware das Modul so teuer gemacht, dass es niemand mehr gekauft hätte.
Durch den niedrigen Dollarkurs ist das Modul sehr preiswert. Jon Dondzilla liefert sehr schnell und seine Versandart macht auch keine Probleme beim Zoll. Ich möchte ihm an dieser Stelle für seinen tollen Support vor dem VCFe 9.0 im Jahr 2008 danken! Ohne ihn hätte das mit meiner Ausstellung nicht geklappt!
Wer den G7000 auf seinem heimischen Rechner erleben will, der kann zu dem Emulator o2em greifen. Diese Software gibt es für die Betriebssysteme OS X (ab Tiger) und Linux. Aber auch für das Point&Click-Adventuregame "Windows", in seinen verschiedenen Auswüchsen, ist eine Portierung zu haben. Der o2em emuliert auch den Nachfolger Philips G7400.
Weitere Versionen des G7000 waren das G7200 (mit eingebauten Grünmonitor) und der "Nachfolger" G7400, welcher bessere Grafik bot.
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Kommentare
Dein Vergleich zwischen dem Atari 2600 und dem G7000 ist allerdings etwas einseitig ausgefallen, da der 2600 mehr Farben sowie polyphone Klänge produzieren konnte. Technisch gesehen finde ich dass sich beide Konsolen ungefähr auf derselben Höhe befinden.
Aber nichtsdestotrotz ein tolles Review, weiter so! :D
ich habe mal eine frage, ich habe einen philips g7000 mit 7 Spielen und würde es gerne verkaufen nur weiß ich nicht wie viel dieses Teil wert ist vielleicht kann mir jemand ehrlich sagen wie viel es wert ist.
meine E-Mail adresse ist dirkblank ätt gmx punkt de
würde mich auf antwort freuen
gruß Dirk
Standardmodule in Box mit Anleitung und akzeptablem Zustand: max. 3,- EUR (mehrere für 2,- EUR das Stück)
Plus-Module in Box mit Anleitung und akzeptablem Zustand max. 5,- bis 7,- EUR
Drittanbieter Module in Box mit Anleitung und akzeptablem Zustand max. 10,- EUR
Für solche Pakete wie Deines gebe ich selten mehr als 20,- EUR aus. Da sind meistens sowieso nur 18, 22, 38, 43 und die sonstigen üblichen Verdächtigen. Die Zeiten, wo man für ein Modul 10,- EUR bezahlt hat sind schon lange rum. Die, die eins haben wollen haben eines und auf dem Markt gibt es das Zeug in Massen. Auf der Retrobörse habe ich kaum was bekommen, da ich der einzige war, der nach G7000-Kram gefragt hat, die VKs hatten die Videopacs zu Hause gelassen, da nie jemand nach dem Zeug fragen würde, und sie es wieder mit nach Hause nehmen müssten.
Will man ein G7000 haben, bekommt man keines, will man es loswerden, will es niemand haben.
Atari VCS 2600 habe ich übrigens auch nie gemocht. Ich hatte damals ein Palladium Tele Casseten Game/MBO Color Teleball Cassette. War auch eine Magnavox-Lizenz wenn ich recht informiert bin.
Gibt es eigentlich irgendwo Börsen bzw. Flohmärkte für alte Telespiele? Kennt jemand die Preise, die man realistischerweise für ein Interton VC 4000 zahlt?
Interton-Konsolen liegen ähnlich wie die G7000er, nur die Module kosten 50 Cent – im Paket auch gerne weniger. (auch Retrobörsenpreise, die ich bezahlt habe)