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HomeCon I vom 25.04.2009 PDF Drucken E-Mail
  

Das Treffen stand kurz vor dem Start kurzfristig nochmal auf der Kippe. Hessi hatte durch Probleme mit der Werkstatt des Autos seiner Frau (Motorschaden durch Pfusch bei der letzten Inspektion) Vormittags vergessen, den Hausmeister wegen der Schlüsselübergabe anzurufen. Als er kurz nach 17:00 Uhr bei dem Hausmeister anrief, liess dieser ihn erst einmal ordentlich schwitzen, vereinbarte dann aber doch einen Termin am nächsten Morgen um 08:30 Uhr. 

Quarkbeutel musste am Samstag Morgen, um kurz nach 07:00, mit seiner Tochter über den ersten Flohmarkt des Jahres in Langen hetzen - Ausbeute: Zwei Gameboy-Classic mit zwei Spielen für  fünf Euro€. Die Geräte sind leider defekt, aber die Spiele sind noch einwandfrei.

Um 07:50 Uhr wurde der Arcadeautomaten bei Hessi aus dem Keller geschleppt und auf den Anhänger verladen. Kurz noch eine Tasse Kaffee und dann ab nach FrogtownCity. 

Die Premiere! Die beiden Veranstalter sind um 08:15 Uhr am Bürgerhaus und überbieten sich im ausmalen der Horrorszenarien während sie auf den Hausmeister warten. Werden sie unsere Ruhe haben und alleine den Kuchen essen müssen? Werden fünf Mann kommen? Werden 20 kommen und sich die Schädel einschlagen? Dann wäre wenigstens Stimmung in der Bude. Tongue out Oder werden 20 Retros stumm vor ihren Rechnern sitzen und eine Stimmung wie auf einer Beerdigung verbreiten?

Punkt 08:37 Uhr kommt der - ein wenig verstimmte - Hausmeister und macht die Übergabe. Man muß sagen, daß er gegen Ende der Übergabe doch ein wenig versöhnlicher wurde. Er hat noch einen unbenutzten Schneider  CPC zu Hause, aber er mag und braucht keine Computer. 


(Aufbau der Spieleecke)

Um uns abzulenken - der Hausmeister ist gerade gegangen - bauen wir die Tische auf und diskutieren über die Sitzordnung. In diesem Moment betritt ein irgendwie offiziell wirkender Herr den Saal. Es ist noch längst nicht 10:00 Uhr, also kann es kein Gast sein. Wer mag das sein? Blitzschnell überlegt wir: Der kommt so zielstrebig auf uns zu, der will was von uns. Nur... was? Foot in mouth

Parkt jemand falsch? Ist der von einer Firma, die sagt, dass es heute keinen Strom gibt, weil dringende Bauarbeiten anstehen? Hat der eine Veranstaltung im Nebenraum und hat irgendwelche unangenehmen Auflagen für uns? Frown

Alles falsch! Es war der Donald. Puh! Allgemeines Aufatmen. Nur der Donald, dann ist ja gut. Tongue out

Aber wieso gut? Kurz nach 09:00 Uhr, nix ist fertig und die Massen stürmen die Veranstaltung! Stress pur! Wink

Quarkbeutel schleppt und schleppt und schleppt und baut auf und baut auf und baut auf. Mann, was der Quarki alles so mitbringt. Unglaublich. Dafür hat Don nix dabei. Gleicht sich also aus. Hessi baut das Regal für den 70er Fernseher auf und schliesst das MAME-Cab an. Dieses bootet nicht. Argh! Wohl wieder dieser blöde BIOS-Fehler, der mit F1 übersprungen werden will. Mist! Tastatur ist zu Hause. Auto hat die Frau. Surprised O.k. Don bietet sich an, Hessi zu fahren, da er noch Batterien für den Roboterarm braucht und das ReWe für Donalds Joghurt auf dem Weg liegt.. Sie sind vielleicht 20 Minuten weg. Bei der Rückkehr bietet sich ein erfreuliches Bild: Es sind weitere Besucher gekommen! Schön! Sehr schön! Laughing


(Hey, da läuft ein echtes C65-Programm! Gut, das hat jemand wohl eben mal selber geschrieben: "Fürchtet den Robot-Arm!")


(Objekt der Furcht: Robi)


(Riverraid auf dem C65, inkl. Grafikfehler. Sieht man auf dem Photo aber nicht)


(Quarkbeutel zockt Riverraid. HelmutX ist begeistert, einem Profi bei der Arbeit zusehen zu dürfen!)


(Hessi und Donald staunen, während Quarkbeutel die Tasten sucht... "A", wo war nochmal das "A"?)


("B", Wo war nochmal das "B"?)


(Hier kann man verdursten, bevor Robbi ausschenkt!)


(Da gefriert das Grinsen: Im Armdrücken gegen Robi verloren.)


(Spielen die hinten links nicht Donkey Kong?)


(Das ist Quarkbeutels Ecke. Ja, auch bis zum Webit und dem Stapel Spiele)


(Nur Ärsche auf der HomeCon, ich sag's Euch!)


(Bufferoverflow?)




(WTEs aufgebohrter 128er Diesel mit Super-CPU)


(Hans' aufgerüsteter TI 99/4a)


(Kein Bild von vorne gemacht: Hans Franke, Organisator des VCFe)

Der Fehler im MAME-Cab erweist sich als gelöstes Stromkabel am CF-IDE-Adapter, die Tastatur war gar nicht notwendig. *grummel* Das MAME-Cab bootet einwandfrei und wartet auf die ersten Zocker.

(
Hessi am MAME-Cab)


(Zwei Euro pro Spiel schreckten niemanden ab. Sollte mir überlegen, die Münzprüfer wieder zu aktivieren.)


(Unsere Quotenfrau: Haltlose Begeisterung am MAME-Automaten.Laughing)

Gegen 10:00 Uhr, mittlerweile wieder mit einem Auto gesegnet, holt Hessi schnell einige Reparaturbrocken von zu Hause. Bei seiner Rückkehr trifft ihn der Schlag! Alles voll! Lauter fremde Leute!

Wer sind die?

Wo kommen die her?

Was wollen die?

Ist er im richtigen Saal gelandet?

Ja, alles klar, sind alles Besucher, kein Problem. Tongue out Lauter neue Gesichter, viel alte Hardware.


(Brotkasten mit Brotkasten: VC20 mit VC1020)


(Makellos)


(OMG! Donkey auch auf dem VC20!)


(Typischer Gesichtsausdruck eine Donkey Kong-Spielers)

Das ganze hat sich bis Mittag noch gesteigert, ebenso wie die Lautstärke. Es war unglaublich laut. Überall piepste und hupte es und alle redeten durcheinander und aufeinander ein. In einem ruhigen Moment, indem niemand was von ihm wollte, zählte Hessi durch: 24 Personen! Aber da waren schon einige wieder gegangen und andere rauchten Zigaretten vor der Bürgerhaus in der Sonne.

Unglaublich! Wie viele unbekannte Gesichter von virtuell bekannten Leuten! Mittlerweile fragte der 100ste nach Hessis MAME-Cab und er antworte mit den immer gleichen Sätzen. Keine Chance sich die anderen Exponate in Ruhe anzusehen. Kennt Ihr diesen Geburtstageffekt? Alle finden die Party geil und amüsieren sich. Nur du, als Gastgeber, findest keine Zeit für einen ausführlicheren Plausch mit den Gästen. Ehe Du Dich versiehst ist es auch schon vorbei. Genauso lief das für uns bei der ersten HomeCon. Foot in mouth

 
(Hessi erklärt das MAME-Cab: "Was is a Dampfmaschin?" )

Natürlich habe wir uns auch gut unterhalten, aber irgendwie immer nur mit einem halben Ohr und Auge, da wir irgendwie immer checken mussten, ob alles rund läuft. Haben die Leute realisiert, dass der Kuchen, der Kaffee und die Getränke umsonst sind? Finden die die Spendendose? Wissen die, wie der MAME-Automat funktioniert? Ist genug Strom da? Findet jeder einen Platz? Haben wir genug Stühle rausgestellt? Müssen wir für Platz auf den Tischen sorgen? Kommt ein weiterer Gast und ist orientierungslos? Hat jeder ein Namensschild? 

Man kann die Leute wirklich nicht mehr auseinanderhalten und hat auch Probleme Gesichter, Namen und Nicknamen in Einklang zu bringen.


(Die erzählen gerade Microsoftwitze. "Wieviele MS-Programmierer braucht man um ein Linux zu booten?)


(Hier zeigt Anta die Bilder seines letzten FKK-Urlaubs auf dem Dingo A320)


(Was ist denn das für ein tolles Spiel? PacMan?)


(Hey! Donkey Kong! Neee, net der Typ mit der Brille, das ist Sascha - da, auf dem Atari 7800! Ja! DK!)


(Ooooch, kein Donkey Kong! Nur David's Midnight Magic.)


(Öde: Kein Donkey Kong auf dem Vectrex)

Später am Nachmittag dann die Entspannung. Nachdem es Mittags aussah, als ob wir nicht mehr eine weitere Person mit Geräten aufnehmen können, entspannt sich die Lage nachmittags glücklicher Weise zunehmend. Gegen ca. 16:00 Uhr wanderten so langsam die ersten Besucher wieder ab, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Auch der Geräuschpegel sinkt auf ein erträgliches Mass. Erste wirklich entspannende Gespräche können geführt werden. Es wurde nebenbei auch viel gedaddelt und über die Vor- und Nachteile der einzelnen System philosophiert. Man schaut sich die unglaubliche Vielfalt an Exponaten endlich etwas genauer an. 

Niemand verhungerte oder verdurstet, da es Kaffee und Kuchen gab, den Quarkbeutels Tochter nahezu unermüdlich. Dies war eine große Entlastung für die Veranstalter. Etwas später kamen auch noch Hessis Kinder und so teilten sie sich die Arbeit, damit jeder auch mal zum spielen an die Rechner konnte. 


(Auch kein wildgewordener Affe auf dem Commodore Notebook) 


(Kickoff im ROM: Die Kickoffer)


(Ah! Ein Lüncks! Aber ohne Donkey Kong!)


(Tragbare Computer werden immer kleiner und leistungsfähiger: Hier der neue SX64.)




(Tragbare Computer werden immer unerträglicher: Windows auf Commodore 386)


(Die Grafik! Der Spielwitz! Das muss Donkey Kong sein!)


(Was gibt es da zu lachen? Retrocomputing ist eine ernste Angelegenheit!)


(So muss das aussehen: Donkey Kong zu spielen ist ja auch eine ernsthafte Angelegenheit!)


(Hey! Spielen die da nicht... na... wie heisst das? Donkey Kong!)


(Endgeil: Supercharger mit CD-Player für das VCS 2600!)

 AntaBaka, der Sega GameGear-Doktor, nimmt sich Hessis GGs an und erweckt ihn tatsächlich nach einigem Probieren zu neuem Leben. Er war eigentlich ein Totalausfall: Selbst die Power-LED leuchtete nicht mehr. Letztlich stellte sich heraus, dass das Soundmodul durch einen defekten Elko den Rest der Elektronik ausser Gefecht setzte. Ein eher ungewöhnlicher Fehler, den Anta aber gekonnt gefunden und beseitigt hat.


(Antas Ecke)

Anta brachte auch seinen China-Import mit: Einen Dingo A320, der, weit kleiner als ein NDS, doch so ziemlich jedes ältere System emuliert. Zudem ist er vollwertiger Medienplayer und hat sogar ein eingebautes Diktafon. Das Design erinnert entfernt an Apple, er ist sehr leicht und hat eine angenehme Haptik. Das Display ist besser als beim NDS light und der Preis sowieso: 75 U$D zzgl. ca. 7,- EUR Porto aus China sind eine klare Ansage und fast jeder, der es in der Hand hielt hatte dieses heftige Must-have-Gefühl. Money mouth

Abends meldet sich dann der Hunger zu Wort. Wir ordern bei einer Pizzeria, die zwar geschmacklich akzeptabel war, aber dafür einen... hmmm... Service mit Optimierungspotential hat. Quarkbeutels Bolognese-Pizza wurde durch eine Vier-Jahreszeiten ersetzt, dabei ist er doch so empfindlich, was sein Essen betrifft.

Mittlerweile waren wir noch zu siebt: Hans, WTE, Baka, LordOfLego, Dirk, Quarkbeutel und Hessi. Ferner Quarkis Frau mit seinen Töchter sowie Hessis Frau mit seinen beiden Kindern. Es wurde viel gelacht und Spaß gemacht. Die Gespräche glitten ab: Battlestar Galactica, Firefly, StarWars, StarTrek, "Das Kapital" (StarTrek hat ja offenbar eine kommunistische Gesellschaftsform), "Mein Kampf"  und Göbbels Heimatroman (wurde der nicht von Rosamunde Pilcher verfilmt? Die macht doch so viele Filme, die Frau, oder?Wink) ersetzen die teils hitzig geführten Debatten über die Systemarchitektur von Commodore C128 und TI 99/4a. 

 Bei der Tiefe des Themas und den Details, die sich Hans und WTE gegenseitig an den Kopf warfen, klinkten sich die meisten sowieso aus. Hans wollte WTE dann auch mit aller Gewalt auf das VCFe der kommenden Woche holen, damit er dort einen Vortrag über die Systemarchitektur des C128 hält. Aber es scheint, WTE hat nicht wollen zu dürfen, weil sein Wille nicht will, dass er will. Tja, Frauen: Es geht nicht mit ihnen, es geht nicht ohne sie. Das "Problem" hatten ja so einige der Besucher an diesem Tage. Kiss

WTE hat seine Gedanken dazu in einen sehr schönen Comic gegossen:

 

 

 Der letzte, der noch an seinem Rechner arbeitete, war Hans. Er liess sich durch das Sprachmodul im TI das ROM vorlesen. Dabei stiess er auf den Satz "Battery low". Wow! Hatte TI etwa ein TI99/4a-Notebook geplant?

Gegen 22:30 Uhr, nachdem wir gemeinsam alles wieder weggeräumt, gefegt, gewischt und geputzt hatten - dafür ein dieser Stelle in herzliches Danke - ist dann auch schon Schluss mit der HomeCon. Hans hat noch 380 km bis nach München zu fahren, Hessi gerade mal fünf, und die anderen irgendwas dazwischen. 

Um 23:00 Uhr waren wir wieder bei Hessi, haben den Arcadeautomaten abgeladen und nochmal kurz das Treffen Revue passieren lassen. 

Im Rückblick stellten wir fest, daß es sich absolut gelohnt hat. Es war ein wirklich schönes Treffen mit vielen neuen Kontakten. Es waren unglaublich viele Leute da - mehr als wir uns in unseren kühnsten Träumen ausgemalt hatten. Es war eine super Stimmung und es gab angeregte Diskussionen. Vergessen waren alle ehemaligen "Feindschaften" zwischen den Besitzern der Computer von Atari, Commodore & Co.. Alle standen einträchtig beieinander und hatten sich prächtig unterhalten. Was wollten wir mehr?

Nach allem was wir mitbekommen haben, hat niemand die HomeCon ohne Lächeln auf dem Gesicht verlassen. Ein toller Erfolg.  

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Aktualisiert ( Dienstag, den 30. März 2010 um 14:24 Uhr )
 

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