| HomeCon auf HR1 |
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Komisch, mittlerweile bin ich nicht mehr erstaunt, wenn das Telefon klingelt und Zeitungen, Radio oder das Fernsehen einem Bericht von der HomeCon oder zu einem Retrothema haben wollen. Spannend ist nur noch, ob man in die Pfanne gehauen wird oder nicht. Die Frau Rudolph vom Hessischen Rundfunk gehört, wie die meisten, zur seriösen Fraktion. Thema des Berichtes sollte der 30. Geburtstag des Commodore C64 sein. Nach meiner persönlichen Meinung ist das etwas verfrüht, denn der Verkaufsstart war erst im August 1982. Aber sei es drum, er wurde eben auf der Winter CES 1982 vorgestellt – und alle Welt feiert aktuell diesen Termin. Warten wir mal bis August ab. :-) Am Montag, den 09.01.2012 trafen wir (Quarkbeutel, Mugg und Retrowurst) uns in meinem Arbeitszimmer. Den CeVi hatte ich etwas versteckt in der Ecke aufgebaut und eigentlich dachte ich, dass wir das Interview am Esstisch und nicht im engen Arbeitszimmer machen würden, aber irgendwie hat sich das dann so ergeben, dass wir aus dem Gespräch heraus gleich aufgenommen haben.
Den Anfang machte der Alex, unser Erklärbär. Schön anzusehen, dass auch er nicht ganz unverkrampft sprechen kann, wenn er ein Mikro unter der Nase hat, dachte, das geht nur mir so. ;-)
Zwischendruch lud Alex auf dem CeVi einen Klassiker nach dem anderen: Commando, Wintergames, Impossible Mission und Paradroid lieferten den Hintergrundsound für den Bericht. Auch Quarkis SX64 versuchte sich in der Musikuntermalung, aber gegen den guten alten 1701 klingt er etwas dünn.
Beim Aufnehmen der Sounds waren alle still (o.k., der Quarki musste in seinen Kisten wühlen), die Frau Rudolph hielt das Mikrophon vor den Monitor und nahm die Titelmusik von Wintergames auf, das Lied war fertig, sie dreht sich rum, strahlte und meinte, dass das damls ein tolles Spiel war! Ja, so geht es irgendwie allen, die mal am CeVi zockten! :-) Natürlich mussten wir noch einiges rund um den C64 zeigen: die einfach aufgebaute Platine eines C64, den SX64, einen Aldi C64, den C65, den TopChop und sogar den Web.it. :-) Sounds die im Bericht nicht verwendet wurden waren das nervige Sägen des MPS803 und das hohle Rattern des Floppylaufwerks 1541, das verzweifelt nach einer Diskette sucht. Frau Rudolph investierte fast zwei Stunden, die Anfahrtszeit rechne ich mal nicht mit. Der Bericht war nachher nur knapp unter zwei Minuten. Mit Anmoderation und Schlusswort etwas länger. Eine Menge Arbeit und eine Menge Fragen für einen kurzen Bericht. :-) Angeblich soll der Quarki noch auf HR3 zu Wort gekommen sein, aber da haben wir noch keinen Mitschnitt bekommen. Hier der Bericht auf HR1 (mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks):
Eines muss ich aber noch losweden: Am nächsten Tag rief mich der Herr Richter vom HR-Fernsehen, "Maintower", einem lokalen Boulevardmagazin, an, um bei mir zu drehen. Vorlaufzeit: 1,5 Stunden! Zwei Mann sollten den CeVi anzocken. Äh... hallo? Mitten unter der Woche? Mittags? Arbeitszeit? Ich sagte ihm letztlich ab – und in Anbetracht der Untertitel unter dem dann gesendeten Bericht ("Elektroschrott"; "liebt seinen C64 über alles") und dem latent despektierlichen Unterton, bin ich froh darum. Boulevard-Leute können eben nicht aus ihrer Haut. :-P
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| Aktualisiert ( Dienstag, den 17. Januar 2012 um 14:28 Uhr ) |














Kommentare
[quote]Mittlerweile bin ich nicht mehr erstaunt, wenn das Telefon klingelt ...Zeitungen, Radio oder das Fernsehen..[/quote]
Wow! Vielleicht solltest Du mal eine Kostenquote festlegen: Spesenabrechnung, Arbeitszeitenausfallvergütung, Stundenpauschale.. ;)
Feine Sache, das Interview! Ja, im Jahr 2012 wird da wohl noch so einiges auf uns zukommen. Naja, die Kritik an dem Bericht vom HR-Fernsehen kann ich nicht so nachvollziehen - immerhin gab die Frau ja die Steilvorlage. Da kennen wir ja andere Sender, die bei mir ansässig sind und Hausverbot haben ;)
Der Frau Rudolph haben wir auch Steilvorlagen gegeben, bei uns wurde aber niemand mit "als mittlerweile auch ne Frau gefunden" bezeichnet und es gab auch nicht diesen ironischen Unterton. Mann kann das aber im Vorfeld testen: Der Richter atmete hörbar ein, als ich am Telefon auf eine Frage von ihm mit maximal zwei Sätzen "ausführlicher" antwortete. Dem ging es nicht um objektive Berichterstattung, sondern um reisserische Quotenmaximierung auf einem lokalen Sender.
Warum ich den in die Pfanne haue? Hat er mit dem Andreas ja auch gemacht.
Aber schöner Bericht, auch wenn es natürlich erwartungsgemäß ein sehr kurzer Beitrag im HR war