| HomeCon erringt zweiten Platz auf dem VCFe |
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Oder sollte ich schreiben: "HomeCon kehrt erneut mit einem enttäuschenden zweiten Platz heim"? Was hätten wir tun können? Gegen einen selbstgebauten Relaiscomputer von 1965, der klickte und klackte? Auf dem sich Rädchen drehten und vor dem ein Lochkartenleser klapperte? Keine Chance. Das dämmerte mir schon, als ich mich mit einem kleinen Jungen unterhielt, der unsere TelespielkinderunterhaltungsdamitelterninruhedasVCFeansehenkönnenecke bereits seit dem frühen Morgen belagerte: Ich: "Naaa? Wirst Du auch nachher für uns stimmen? Wer hat den den tollsten Stand auf dem ganzen VCFe?" Junge (gequält): "Ja, aber... es gibt doch zwei tollste Stände hier!" Ich: "Waaaas? Wer ist denn toller als wir?" Junge: "Der Stand mit der alten Rechenmaschine." Ich (übertrieben geknickt): "Ja, o.k., die sind aber auch echt cooool!"
Also haben wir wieder den zweiten Platz und einen schönen Pokal mit nach Hause geschleppt. Es hätte schlimmer kommen können.
Es hat vielen nicht nur gefallen, nein, sie haben sich sogar unseren Stand gemerkt! Der Mugg hatte da eine nette Geschichte mitbekommen, als er vom Kaffeeholen zurück zu unserem Stand ging. Er hörte unfreiwillig das Gespräch eines Kindes mit seinem Vater an. Der Junge schaute hoch auf die Bühne, wo wir das letzte Mal ausgestellt hatten und rief enttäuscht: "Oooh! Wo ist denn der Spielestand hin?", erblickte aber im nächsten Augenblick unser Sofa und die Fernseher: "Hurra! Da ist er ja!", rief er und rannte auch schon los! Das sind immer solche Augenblicke, in denen man merkt, dass die ganze Arbeit und Schlepperei einen Sinn hat. Die Kinder sind zufrieden und die Eltern können sich die anderen Ausstellungen in Ruhe ansehen.
Da aber das Thema des VCFe diesmal "(Online-)kommunikation: Endlich wieder Reden." hiess, dachten wir uns auch was passendes zu diesem Thema aus: Eine Mailbox mit TK-Anlage, jeder Menge Modems und Akustikkoppler und natürlich als Clients ein paar alte Homecomputer. Ich will gar nicht verhehlen, dass der Mugg die Mailbox alleine aufgesetzt hat. Ich habe nur ein paar Inhalte, Modems und Computer beigesteuert, hatte also eher weniger Arbeit damit. Aber der Thomas hatte einschläge Erfahrungen, war er doch seinerzeit selber Betreiber einer Mailbox.
Einige Besucher bekamen wirklich feuchte Augen und zeigten haltlose Freude darüber, dass der ganze Kram wirklich funktionierte. Andere liessen sich alles bis in das letzte Detail erklären, trauten sich dann aber nicht selber die Mailboxen zu benutzen.
Nebenher zeigten wir als Füllstoff einige interessante Rechner, die wir bei Interesse ebenfalls anschlossen.
Das erste System, das auf unserer Ausstellung Daten empfing, war das Gespann aus dem Texttelefon Delegatic und einem Tipsend. Im Tipsend trägt man seine Nachricht ein, wählt die Nummer des Empfängers, drückt das Tipsend auf die Sprechmuschel des Hörers und betätigt den "Senden"-Knopf. Das Delegatic empfängt die Nachricht und behält sie auch nach einen Stromausfall im Speicher. Das ist – grob gesagt – ein Texttelefon. Pager für Reiche oder Email für Arme? Wie dem auch sein, der große Erfolg der Geräte gab ihnen recht. Wie? Du hast kein Texttelefon zu Hause? Alles ist relativ, auch der Erfolg. Groß und klein hinterliessen auf allen möglichen Sprachen ihre Nachrichten auf dem Delegatic. Schön war anzusehen, wie Kinder mit einem Wähltelefon zurecht kamen – oder auch nicht. Dass man den Hörer vor dem wählen abnehmen musste, ist für heutige Generationen bereits die erster Hürde. Das Wählen hingegen klappte recht gut, das sieht man ja immer noch in alten Filmen.
Unsere Schweitzer sind allesamt total nette und sympathische Typen, auf deren Wiedersehen ich mich vor jedem VCFe freue. Sie hatten einige drollige Militärtelefone mitgebracht, die statt einer Wählscheibe eine Kurbel hatten. Wir verbanden deren total lustigen Koffercomputer mit unserer Telefonanlage und der Mailbox. Vermutlich ist es auf dem VCFe aber viel zu laut, um mit Akustikkopplern eine störungsfreie Datenübertragung zu realisieren. Jedenfalls klappte das nicht so recht. Wir hatten auch auf unserem Stand massive Probleme damit. Das obige Video gibt einen guten Eindruck von der Geräuschkulisse.
Der alljährliche Flohmarkt bot ein reiches Angebot alter Hard- und Software. Neben Exoten und Klassikern, wie einem Commodore PET, dem Sinclair ZX80 und einem von Steven Wozniak persönlich signierten Apple II, standen einträchtig zahlreiche „Brot-und-Butter-Geräte“ von Atari, Commodore und anderen bekannten Herstellern der Heimcomputer- und Telespiel-Ära. Erstaunlich viele Kinder kauften dort alte Schätzchen – das VCFe ist also auch ein Magnet für den Nachwuchs. Der Flohmarkt wurde ständig neu aufgefüllt und schaute man nur für eine Stunde nicht vorbei, lief man Gefahr, einen Schnapp zu verpassen. Wie es immer so ist, fanden einige die Preise zu hoch, aber letztlich spricht der Erfolg für den Flohmarkt und die Preisgestaltung. Persönlich fand ich die Preise o.k., sonst hätte ich dort nichts gekauft.
Die Zweitplatzierten waren wir, Thomas Daden und Michael Heßburg – wie bereits ausführlich erwähnt. Den dritten Platz teilten sich die Ausstellung um den c't86-Rechner von Helmut Jakob und die Vorstellung des NCR Decision Mate von Matthias Schmitt und Joachim Schwanter. (Beladung des HomeCon-Mobils)
Nach dem gemeinsamen Abbau verstreuten sich die Teilnehmer wieder in alle europäischen Winde, aber wir kommen wieder, keine Frage. Das nächste VCFe wird vom 30. April und 01. Mai 2011 in München unter dem Motto „Computermusik“ stattfinden. Im bereits zwölften Jahr werden sich dann die Geeks und Nerds auf dem VCFe, bei hoffentlich sehr gutem Wetter, ein Stelldichein geben. Weitere Informationen dazu unter http://www.vcfe.org Hier geht es zu unseren Bildern vom VCFe 11.0:
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| Aktualisiert ( Samstag, den 09. Oktober 2010 um 10:19 Uhr ) | |||




Zugegeben: Auf dem letzten VCFe haben wir wirklich immer die Leute, die begeistert auf unserem Stand zockten, darauf aufmerksam gemacht, dass sie für uns stimmen können, wenn es ihnen bei uns gefallen hat. Diesmal habe ich das nur einmal, bei dem Jungen, gemacht. Trotzdem haben unsere Fans fleissig für uns gestimmt. 
Wenigstens konnten wir am Sonntag draussen dass Mittagessen, einen fantastischen Schweinekrustenbraten, verzehren. 










Kommentare
An dem 2. Platz würde ich mich nicht stören, Micha - Übertreffen kann Er sich nur noch mit einem Konrad Zuse - Z1, den Er nicht hat! :D
Insofern: Sah ganz lustig und interessant aus, würde ich mich das nächste mal gerne (im wahrsten Sinne des Wortes) anschließen.
Macht schön weiter so!
Viele Grüße
Euer Mattes aka RockHound